Höfle der Vielfalt

Naturschutz auf dem Biohöfle

Mit dem Höfe.bilden.Vielfalt – Praxiskurs werden Landwirt*innen ein Jahr lang rund um das Thema Landwirtschaft und Artenvielfalt begleitet. Einen Ausführlichen Artikel findest du weiter unten. Folgende Maßnahmen setzten wir um:

Maßnahme Erklärung
Hecken und Heckenpflege Bieten einen vielfältigen Lebensraum (Nist- und Versteckmöglichkeit, aber auch Nahrung) für Vögel und Insekten. Die Pflege schützt vor zu dichten Beständen und wird streifenförmig durchgeführt.
Vogelhäuschen und Förderung natürlicher Nistplätze im Stall(Teilnahme an einem Schwalbenprogram von Naturland) Unsere alten Stallungen mit vielen Ecken und rauen Wänden sind sehr beliebt bei verschiedenen Schwalbenarten. Die Nistkästen für Schleiereulen und Turmfalken werden auch regelmäßig bewohnt.
Insektenhotel im Garten und rund um den Hof Die Hotels bieten noch mehr Brutmöglichkeiten für verschiedene Bienenarten.
Blühflächen Nicht nur für das menschliche Auge schön anzuschauen, sondern auch eine Nahrungsquelle für alle Insekten. Rund auf dem Hofgelände, aber auch durch unsere Blühpatenschaften sind Blühflächen angelegt.
Hochstamm Obstbäume Hochstämmige Obstbäume sind besonders bei Vögel als Aussichtsplattform beliebt.
Brennesseln und wilde Ecken bewusst stehen lassen Dadurch entstehen kleinste Lebensräume und die Brennessel bieten bis in den Herbst hinein Nahrung für Insekten.
Beweidung mit unseren Schafen Die Beweidung schafft einen artenreichen Bewuchs. Durch Verbiss und Vertritt verschwieden Allerweltsarten und seltenere Arten haben eine Chance sich zu entfalten. Zudem ist Tierkot eine hervorragende Nahrungsquelle für Käfer. Und die Käfer werden wiederrum von Vögeln gefressen. Win-Win!
Steinhänge Entlang unserer Fahrsiloanlage entstanden Steinhänge und diese bieten neben Brutmöglichkeiten für Insekten auch Kleinstlebensräume.
Vogelfreundlicher Garten (Auszeichnung vom LBV) Wilde Blumen und Sträuche, Nistmöglichkeiten, Insektenhotel, Obstbäume, Wasserstellen u.v.m. finden in unserem Bauerngarten Platz. Der Dank hierfür geht an Brigitte. Sie pflegt den Garten mit viel Liebe und Herzblut.

Links: Insektenhotel

Rechts: Nistkasten für Schleiereule

Die Maßnahmen auf dem Ackerland bzw. dem Dauergrünland werden teilweise gefördert (mit * gekennzeichnet) und wir müssen uns an die spezifischen Vorgaben halten:

Maßnahme Erklärung
Vielfältige Fruchtfolge Viele verschiedene Mikroorganismen im Boden haben verschiedene Ansprüche und profitieren von der einen Frucht mehr als von der anderen. Außerdem hilft eine abwechslungsreiche Fruchtfolge die nachhaltige Reduzierung von Krankheiten und Schädlingen. Unsere Fruchtfolge ist z. B. 7-Jährig. Das heißt, dass nur alle 7 Jahre die gleiche Kultur auf dem gleichem Feld steht.
Flache und nicht wendende Bodenbearbeitung Schont die Mikroorganismen und die Regenwürmer.
Artenreiche Zwischenfrüchte und mehrjähriges Kleegras Regenwürmer haben ganz schön viel Hunger! Diesen Hunger tilgen wir durch Zwischenfrüchte und mehrjähriges Kleegras. Die Zwischenfrüchte stehen nach der Ernte der Hauptkultur bis zur Ansaat der nächsten Hauptkultur und werden mit ihrem ganzen Aufwuchs auf der Fläche belassen. Außerdem bieten wintergrüne Früchte Nahrung und Versteckmöglichkeiten für Wildtiere.
Insektenschonende Mahd* Hierfür haben wir uns eine besonderes Messermähwerk angeschafft. Die alte Technik aus Großelternszeiten wurde wiederbelebt und schont durch den Schnitt, welcher einer Schere gleicht, die Insekten. Eine erhöhte Schnitttiefe ermöglicht bodenlebenden Tieren ein sicheres passieren des Mähwerkes.
Extensive Ackerbewirtschaftung* Die Äcker werden nicht gedüngt und es gelten bestimmte Vorgaben hinsichtlich der angebauten Kulturen. Mais darf z. B. nicht angebaut werden. Zum Schutz der Bodenbrüter ist auch eine Bearbeitung zur Unkrautbekämpfung nach der Saat nicht möglich. Auf diesen Flächen bauen wir unter Anderem unseren Weizen an, welchen du im Biohöfleladen mit dem Hinweis "Hier steckt Naturschutz drin" entdecken kannst.
Extensive Gründlandbewirtschaftung* und artenreiches Grünland* Die Wiesen werden nicht gedüngt und erst ab dem 15. Juni gemähd. Außerdem wachsen auf den Wiesen viele verschiedene Gräser und Kräuter wie z.B. Labkräuter, Günsel, Schafgarbe, rote Lichtnelke oder der Ehrenpreis. Diese bunte Mischung bietet vielen Insekten Nahrung.
Altgrasstreifen auf Dauergrünland* Ganzjährig ungemähte Flächen dienen als Nahrungsquelle und Rückzugsmöglichkeiten für sämtliche Tiere und Insekten.
Sitzstangen für Greifvögel Im Wiesenbrütergebiet können die Sitzstangen nur in den Wintermonaten bis in das Frühjahr aufgestellt werden, da sonst die Kibitze und Brachvögel in Gefahr sind.
Rehkitzrettung Vor der Mahd im Frühjahr, welche während der Setzzeit der Kitze ist, wird mit einer Drohne oder zu Fuß die Fläche abgeflogen bzw. begangen und ggf. die Kitze verlegt.

Burda fördert mit der Bioland Stiftung den Artenschutz auf dem Acker! Danke für die Unterstützung und den tollen Kurs.